
Bley an der Spitze
des Landesverbandes
Wechsel in Niedersachsen-Bremen - Respekt und Anerkennung für Manfred Woltmann - Verband steht auf einem stabilen Fundament
Lingen. Wachwechsel in Niedersachsen-Bremen: Karl-Heinz Bley ist der neue Präsident des Landesverbandes im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, nachdem der Bremer Automobilunternehmer Manfred Woltmann nach drei Wahlperioden nicht mehr kandidierte. Der 57jährige Bley, freier Kfz-Unternehmer aus Garrel (Innung Cloppenburg) und Mitglied des niedersächsischen Landtages, wurde einstimmig für die nächsten drei Jahre gewählt. "Ich übernehme einen Verband, der auf einem stabilen Fundament steht", sagte Bley in der Mitgliederversammlung in Lingen. In Anerkennung seiner großen Verdienste wählte die Versammlung Woltmann zum Ehrenpräsidenten des Landesverbandes.
Nach seiner einstimmigen Wahl zum neuen Präsidenten sagte Bley, er setze weiterhin auf eine offene und auf gegenseitigem Vertrauen basierende Zusammenarbeit in Vorstand und Präsidium. Seine politischen Aktivitäten im Landtag und die Präsidenten-Ämter in der Handwerksorganisation böten viele Synergien für die Arbeit im Landesverband.
Mit dem Verzicht Woltmanns auf das Präsidentenamt gehe für das Kraftfahrzeuggewerbe in Niedersachsen-Bremen eine Ära zu Ende, denn Woltmann habe zu einer "schweren Stunde das Steuer übernommen" und den Verband auch in einer bewegten Zeit immer auf Kurs gehalten.
Im Vorstand des Landesinnungsverbandes und im Präsidium des Landesverbandes gab es weitere personelle Veränderungen, nachdem neben Woltmann auch Ewald Vagelpohl aus Friesoythe (Innung Cloppenburg) aus Altersgründen nicht wieder kandidierte. Mit dem Bremer Obermeister Hans-Jörg Koßmann und Bernhard Schütte (Innung Lingen-Ems) veränderte sich der LIV-Vorstand und Harald Lange (Innung Osterode) gehört jetzt dem Präsidium des Landesverbandes an.
Für besondere Verdienste um die berufsständischen Interessen auf Landesebene wurden Günther Brüning, Obermeister der Innung Delmenhorst, Gerhard Wiebusch, Obermeister der Innung Stade und Dieter Mertens, Hauptgeschäftsführer der Innung Vechta, mit der Ehrennadel des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes ausgezeichnet.
Zuvor hatten Landesinnungsmeister Manfred Steinbrecher und der scheidende Präsident Manfred Woltmann in ihren Tätigkeitsberichten auch die konjunkturelle Lage reflektiert. Woltmann sagte, man habe auch bei den erstmals veranstalteten Jahrespressekonferenzen in Hannover und Bremen darauf hingewiesen, dass sich das Ausnahmejahr 2009 nicht als "Vergleichsjahr mit Aussagekraft" eigne. Dennoch müsse man für das erste Quartal 2010 eine schwierige Situation konstatieren. Es gebe für die Branche, sagte Woltmann mit Hinweis auch auf Smart-Repair, Oldtimer-Service und das Glasgeschäft "in einem Autojahr ohne Bonus auch Wachstumschancen."
Steinbrecher hatte seinen Bericht zuvor als "Leistungsbeweis unseres Verbandes" bezeichnet. Eine zielgruppenorientierte Informationsarbeit nach innen und außen werde zunehmend wichtiger, um das Leistungsspektrum darzustellen. Intern habe man dafür neben den bestehenden Medien unter anderem den Newsletter Chefsache installiert, nach außen gehe man mit monatlichen Presseinformationen zur wirtschaftlichen Lage und erstmals auch Jahrespressekonferenzen an die Medien der beiden Ländern.
Der Landesinnungsmeister würdigte neben vielfältigen Initiativen vor allem die Innung Salzgitter, die mit der Aktion "Ja zum Grünen Pfeil" über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung finde. Steinbrecher sagte ferner, das 40jährige Bestehen der Schiedsstellen werde man umfangreich darstellen, denn dies sei parallel auch "der 40. Geburtstag unseres Meisterschildes".
Zu Beginn der Mitgliederversammlung hatten Professor Genzow zum Thema GVO und Dr. Gerhard Rausch zur "Elektromobilität in der Modellregion Nord-West" referiert. Der Landesverband ist, wie Geschäftsführer Gerhard Hösel erklärte, assoziiertes Mitglied der Modellregion, um "früh- und rechtzeitig die Entwicklungen für unsere Unternehmen" zu beobachten.











