
Gebrauchtwagenmarkt knapp unter Prognose
Bremen. Trotz eines Wachstums von 11,3 Prozent im Dezember hat der Gebraucht-wagenmarkt an der Weser mit 44.839 (Vorjahr: 42.304) Pkw-Besitzumschreibungen knapp unter der Prognose von 46.000 Einheiten abgeschlossen. "Wir sind zufrieden“, kommentierte Karl-Heinz Bley, Präsident des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, den Jahresausklang mit dem Hinweis auf 3.431 (Vorjahr: 3.082) verkaufte gebrauchte Pkw im Dezember.
Die Nachfrage nach gebrauchten Diesel-Pkw sei überraschend auf 9,1 Prozent und eine Quote von 22,6 Prozent abgerutscht. Der Diesel habe im Bundesgebiet einen Anteil von 27,3 Prozent. Auch die Nachfrage nach Pkw mit alternativen Antrieben sei im Dezember schwach geblieben. 61 derartige Pkw seien verkauft worden. Im Vorjahr seien es 53 gewesen. In der Statistik für gebrauchte Elektro-Pkw stehe im Dezember eine Null.
Trotz der "statistischen Hoch-Zeiten" beklagt der bremische Automobilhandel einen Anstieg der Standzeiten im Dezember von durchschnittlich 86 auf 91 Tage. Dies belaste die Ergebnisse zum Jahresausklang. Dennoch zeige sich die Branche zuversichtlich, im ersten Quartal im Gebrauchtwagenmarkt die Vorjahreszahlen erreichen zu können. Insgesamt sei ein Jahresergebnis von 45.000 Pkw-Besitzumschreibungen möglich. Bley sagte abschließend, diese Vorhersagen basierten auf "Rahmenbedingungen mit dem Status quo". Die Branche müsse aber auch wachsende Fragezeichen einkalkulieren. Das Autojahr 2012 werde in der Qualität nicht an das Vorjahr 2011 als "guten Jahrgang" anknüpfen können.
25.01.2012










