So läuft es rund

Zeit fürs Wechseln. Foto: ProMotor

[03.03.2017] Der April macht, was er will, lautet eine Bauernregel. Zu Recht.

Für gewöhnlich überrascht uns der Frühlingsmonat mit Sonnenschein, Regen, aber auch frostigen Graupel- und Schneeschauern.

Folgt man dem allgemeinen Rat, zu Ostern die Winter- gegen Sommerreifen zu tauschen, ist man dann nicht selten mit den falschen Sohlen unterwegs und zahlt drauf.

Die Temperaturen für den Reifenwechsel sollten längerfristig über sieben Grad Celsius liegen, lautet die Empfehlung des Kfz-Meisterbetriebs.

Dann spielen Sommerreifen mit ihrer härteren Gummimischung ihre Stärken auf heißem Asphalt aus. Der Wechsel hat seine Tücken.

Prüfen: vor dem Schaden klug sein

Schäden: Schnell rollt man über die Bordsteinkante, sind Glasscherben oder Nägel eingefahren. So bestückt werden Reifen zur tickenden Zeitbombe. Nur wer die Pneus vor der Montage auf Schäden kontrolliert, fährt entspannt in den Frühling.

Profiltiefe: Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter. Reifenexperten empfehlen für Sommerreifen aber mindestens drei Millimeter. Wer kein Profilmessgerät zur Hand hat, greift zur Ein-Euro-Münze. Ist der goldene Rand zu sehen, sind neue Reifen fällig.

Alter: Reifen härten nach zehn Jahren aus und werden porös. Zeit für den Wechsel. Die DOT-Nummer auf der Flanke zeigt das Herstellungsdatum: Die ersten beiden Ziffern geben die Woche, die letzten beiden das Jahr an.

Luftdruck: Auch in der Ruhepause verlieren Reifen Luft. Schon ein um 0,5 bar zu niedriger Druck bringt ein Auto um mehrere Meter später zum Stehen, die Spurtreue in Kurven nimmt um die Hälfte ab. Jetzt muss gepumpt werden. Die Werte stehen auf dem Türholm oder dem Tankdeckel, in jedem Fall in der Bedienungsanleitung.

Montieren: nicht jedermanns Sache

Autoreifen sind heute immer noch rund und schwarz wie zur Zeit ihrer Erfindung vor über 120 Jahren. Das ist aber auch das Einzige, was sie mit den Oldies eint. RDKS, Runflat, UHP – die Liste der technischen Features für mehr Sicherheit ist lang und der Umgang mit ihnen für Laien nicht mehr zu meistern. 

Fahrzeuge mit Reifendruckkontrollsystemen (RDKS) müssen zum Teil neu angelernt werden. Ohne das Equipment und die Erfahrung der Profis ist das nicht möglich.

Der Kfz-Meisterbetrieb rät aus gleichem Grund auch dringend, Autos mit Ultra-High-Performance- (UHP) und Runflat-Reifen vom Fachmann montieren zu lassen. Er sorgt auch gleich für das fällige Auswuchten vor der Montage.

Einmotten: nach der Saison ist vor der Saison

Viele Städter kommen in Schwierigkeiten, die große und schwere Kiloware fachgerecht in die Ruhepause zu schicken. Den Reifen-Service bieten die meisten Werkstätten und Autohäuser. Das spart nicht nur Platz und Zeit, die Reifen sind hier auch optimal aufgehoben – dunkel, trocken und kühl.

Kompletträder lagern mit erhöhtem Luftdruck liegend oder auf einem Felgenbaum. Reifen ohne Felgen stehen auf einem trockenen, sauberen Boden und werden ab und an gedreht.

Letzte Änderung: 03.03.2017Webcode: 0111976