Sauber ist cool

[29.09.2017] Irgendwas ist immer. Im Sommer nagen Insekten, Vogelkot und Blütenstaub am Auto, im Winter sind es Lauge, Split und Dreck. Wer da nicht rechtzeitig vorsorgt und zwischendurch mal putzt und salbt, hat später den Ärger.

"Schlimmstenfalls rostet das Auto langsam, aber sicher. Der Wert sinkt – kein gutes Verkaufsargument", weiß Mirko Albrecht vom Verband der Fahrzeugaufbereiter. Tipps und Tricks, mit dem Auto makellos durch die kalte Jahreszeit zu kommen.  

Der Putz- und Pflegeplan vor dem Winter

Altes Laub unter der Motorhaube verstopft oft  die Lüftung. Das muss als erstes raus. Albrecht rät zur Handwäsche. "Ecken, Kanten und Türrahmen werden sauberer."

Weil Salz der Rostbeschleuniger schlechthin ist, beheben Autofahrer kleine Schäden mit Politur oder Lackstift, die Profis mit Smart Repair. Auch Steinschläge im Glas sollten repariert werden.

Dringt erst einmal Wasser ein und gefriert, mausert sich der Sprung schnell zum großen Riss. Eine Versiegelung des Lackes mit Hartwachs und eventuell auch der Scheiben mit Nano oder Silikon setzt das Finish. 

Alle Gummidichtungen erhalten eine Pflege mit Glyzerin oder Hirschtalg. Das nimmt die Angst vor zugefrorenen Türen, und die Gummis reißen beim gewaltsamen Öffnen nicht ein.  

Ob der Unterboden einen Extraschutz braucht, müssen die Besitzer selbst entscheiden. Mirko Albrecht bietet den Service in seinem Autopflegedienst wie viele seiner Kollegen je nach Fahrzeuggröße für 300 bis 500 Euro. Der Schutz soll  5 Jahre halten.  

Autofahrer können sich aber auch ganz zurücklehnen und Jahreszeiten-Pakete buchen. Nicht jeder hat schließlich Lust und das Know-how zum Putzen und Polieren.

Adressen der Dienstleister sind im Internet unter www.bfa-net.de und  www.kfz-meister-finden.de gelistet.

Die Pflege zwischendurch

Wer da meint, im Winter lohnt sich die Autowäsche nicht – weit gefehlt. Allerdings empfiehlt Pflegeprofi Albrecht nur dann zu waschen, wenn die Temperaturen über Tage hinweg Plusgrade erreichen.

Schlösser, Türen und schlimmstenfalls die Bremsen frieren schneller als gedacht.  

Das sollte Autofahrer aber nicht davon abhalten, Scheinwerfer und Heckleuchten regelmäßig zu reinigen.  

Wie oft die Schmuddelkinder in die Wäsche müssen, hängt neben dem Wetter von der  Verschmutzung und den gefahrenen Kilometern ab. In jedem Fall reinigt eine Anlage mit Textilstreifen schonender.

Vorher das Fahrzeug vorsichtig mit dem Hochdruckreiniger vom Schmutz befreien und nachher gründlich trocknen. 

Auf den Putzplan gehört auch die Innenreinigung. Ganz klar: Die Nässe muss raus, sonst droht Schimmel.

Fußmatten und Bodenbeläge – auch die im Kofferraum – werden herausgenommen, gelüftet und getrocknet. Mit den Schuhen und der Kleidung kommt ständig Feuchtigkeit ins Auto, die friert und taut. 

Letzte Änderung: 29.09.2017Webcode: 0116115