Kfz-Gewerbe zufrieden über den ADAC-Rückzug

[19.09.2014] Großburgwedel. Das niedersächsische Kfz-Gewerbe hat sich zufrieden über die Entscheidung des ADAC gezeigt, die Pläne für den Aufbau einer Werkstatt-Kette zu stoppen. Am Rande der Werkstatt-Messe automechanika in Frankfurt sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, der Rückzug des Autoclubs aus den "unternehmerischen Tätigkeiten in der automobilen Servicewelt" sei ein erster richtiger Schritt, sich wieder "voll und ganz auf die Vertretung der Autofahrer-Interessen zu konzentrieren". Bley erinnerte daran, dass Niedersachsen zu den Ländern zählte, in denen der ADAC mit seinem Werkstatt-Konzept für Schlagzeilen gesorgt habe.

Das Kfz-Gewerbe in Niedersachsen und Bremen sei nicht allein deshalb mit dem Rückzug des ADAC zufrieden, weil in dem Verdrängungsmarkt Automobilservice nun ein Wettbewerber weniger aktiv sei. Der Verband, der rund 3.600 Autohäuser und Werkstätten in den beiden Bundesländern vertrete, habe allein die Glaubwürdigkeit des Klubs infrage gestellt, der einerseits Werkstatt-Tests durchführe, andererseits aber ein Wettbewerber sein wollte. Bley: "Dieser Rückzug glättet auch die Wogen in den Diskussionen zwischen ADAC und Kfz-Gewerbe, denn mehrheitlich habe man in vielen Bereichen gleiche Interessen."

Letzte Änderung: 23.09.2014Webcode: 0068222