Bremen ist Schlusslicht

[11.10.2016] Bremen. Elektro-Prämie ohne Interesse! Lediglich 15 Prämien, davon vier für reine Stromer und elf für Hybrid-Neuwagen, sind im September abgerufen worden. Dies berichtet der Kfz-Landesverband Niedersachsen-Bremen mit Hinweis auf die aktuelle Bafa-Statistik. Insgesamt habe es seit Start des Förderprogramms im Juli 34 Prämien gegeben.

Bremen habe demzufolge eine Länderquote von 0,8 Prozent. "Wir sind enttäuscht“, bilanzierte dann auch Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Verbandes. Die bundesweit abgerufenen 4.451 Elektro-Prämien entsprächen rund einem Prozent der von Bundesregierung und Herstellern bereitgestellten Fördersumme. Bley: "Die Prämie kommt nicht in Fahrt und belebt folglich den Elektro-Markt kaum."

Kritische Worte richtete Bley an die Adresse der öffentlichen Hand, denn insgesamt seien bundesweit 49 Prämien von Körperschaften und kommunalen Betrieben abgerufen worden. Länderzahlen lägen nicht vor. Wörtlich: "Gute Beispiele sehen anders aus".

Der Käufer eines reinen batterie-elektrischen Neuwagens oder eines neuen Autos mit Brennstoffzelle erhält, wie Bley weiter sagte, einen Zuschuss von 4.000 Euro. Davon übernehme der Bund eine Hälfte, die andere Hälfte müsse der Automobilhersteller dem Käufer als Nachlass gewähren. Für Plug-in-Hybride – also Fahrzeuge mit Verbrennungs- und Elektromotor, die sich an der Steckdose laden lassen – gebe es 3.000 Euro.

Anträge für Prämien können beim zuständigen Bundesamt Bafa gestellt werden. Das Förderprogramm in Höhe von insgesamt 1,2 Milliarden Euro reiche für rund 300.000 Verkäufe und sei bis Juni 2019 befristet.

Letzte Änderung: 11.10.2016Webcode: 0109124