Bremer Automarkt bleibt ein Sorgenkind

[20.07.2018] Bremen. Auch im Juni hat der bremische Pkw-Markt rot geschrieben. Während es bundesweit Zuwächse von 4,1 Prozent gab, büßte der Markt an der Weser 4,6 Prozent ein. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zu den aktuellen KBA-Länderzahlen, die Verluste resultierten einzig aus der Talfahrt des Diesels, der im Juni wiederum 20,8 Prozent verloren habe. Wörtlich: "Der Pkw-Markt bleibt ein Sorgenkind."

Das Monatsergebnis im Juni mit insgesamt 1.842 (Vorjahr: 1.930) Erstzulassungen zeige die negative Tendenz im Automobilgeschäft an der Weser. 1.135 (Vorjahr: 1.101) neue Benziner glichen die Lücke quantitativ ein bisschen aus, doch zeige die Dieselquote von 32,2 (Vorjahr: 38,9) Prozent die starke Talfahrt. 595 (Vorjahr: 751) neue Diesel seien erstmals zugelassen worden.

Die private Neuwagen-Nachfrage habe einen Höchststand seit der Umweltprämie im Jahr 2009 erreicht. Im ersten Halbjahr 2018 habe der Anteil des Privatmarkts an den gesamten Pkw-Neuzulassungen rund 38 Prozent erreicht, sagte Bley. Ein Grund für die hohe Nachfrage der Privatkäufer seien die Diesel-Abwrackprämien der Autohersteller, die seit dem Sommer 2017 aufgelegt worden seien.

Die Branche gehe aber davon aus, dass sich die Wachstumsraten im Privatmarkt wegen des Sondereffekts in der zweiten Jahreshälfte abschwächen könnten. Die Erwartungen für das zweite Halbjahr würden auch durch die Frage gedämpft, ob Hersteller die Lieferschwierigkeiten durch das neue WLTP-Verfahren ab 1. September bewältigen können.

Letzte Änderung: 20.07.2018Webcode: 0120555