Corona-Absturz bei Pkw in Niedersachsen

[19.05.2020] Großburgwedel. Alle Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Um fast zwei Drittel ist der Neuwagenmarkt in Niedersachsen im April eingebrochen. Die Länderstatistik des KBA meldete 12.899 Pkw-Neuzulassungen. Im Jahr zuvor waren 32.051 neue Pkw verkauft worden. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, die Einbußen von 59,8 Prozent zeigten eindrucksvoll die dramatische Lage des Automobilhandels.

Bereits in der zweiten Märzhälfte sei mit der Schließung des Handels der Verkauf in den niedersächsischen Autohäusern massiv zurückgegangen. Weil das Kraftfahrtbundesamt aufgrund der Situation in den Zulassungsstellen keine März-Zahlen veröffentlichen konnte, gehe der Verband bei den Jahreszwischenergebnissen von Schätzungen aus. Der Rückgang in den ersten vier Monaten des krisengeschüttelten Autojahres 2020 betrage rund ein Drittel.

Bley forderte die Bundesregierung auf, eine schnelle Entscheidung zu Kaufprämien zu treffen. Mit jedem Tag steige die Kaufzurückhaltung in der Erwartung von Prämien. Der Verband plädiere für eine technologieoffene Kaufprämie. Diese finanzielle Förderung müsse rückwirkend ab dem Ende des Lockdowns gelten und saubere Diesel und Benziner der aktuellen Schadstoffnormen Euro 6d-Temp und Euro 6d sowie junge Gebrauchtfahrzeuge einbeziehen. Bley wörtlich: "Nichts ist schlimmer für den Handel als eine wochenlange Hängepartie. Wir brauchen jetzt ein Signal, in welche Richtung es geht. Die Lage ist ernst".

Letzte Änderung: 20.05.2020Webcode: 0129669