E-Prämie: 13 Anträge sind ein Ladenhüter

[08.05.2018] Bremen. Elektromobilität ist an der Weser weiterhin ein Stiefkind. "Ein Durchbruch ist nicht zu erkennen", sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, mit Hinweis auf die "magere April-Bilanz mit lediglich 13 Anträgen für die finanzielle Förderung". Nach den bisherigen Tiefpunkten mit je 21 Anträgen im Februar und März sei der April "mehr als enttäuschend". Insgesamt habe es für Bremen bisher 289 Anträge gegeben.

Die Anträge auf die Fördermittel in Höhe von 4.000 Euro für Stromer und 3.000 Euro für Hybride teilten sich im April auf in neun Prämien für reine batteriebetriebene Fahrzeuge und vier für Hybride. In der Gesamtbilanz der Fördermittel aus dem von Herstellern und Staat gespeisten Topf bleibe Bremen mit 289 Prämien auf dem letzten Platz im Ranking der Bundesländer. Die Fördersumme habe im April 48.000 Euro betragen. Insgesamt seien bisher rund 1,2 Millionen Euro aus dem mit 1,2 Milliarden Euro gefüllten Fördertopf an die Weser geflossen. Bundesweit habe es seit Start der Förderung im Juli 2016 60.412 Anträge gegeben.

Bley kritisierte in diesem Zusammenhang, dass der Fuhrpark der Bundesregierung lediglich 2,1 Prozent elektrisch angetriebene Fahrzeuge ausweise. Vor zwei Jahren habe die Bundesregierung beschlossen, dass künftig mindestens 20 Prozent der Fahrzeuge in ihrem Fuhrpark E-Autos seien. In zwei Drittel der Ressorts werde dieses Ziel aber derzeit verfehlt. Bley sagte: "Wenn Deutschland zum Leitmarkt für die Elektromobilität werden soll, muss die Bundesregierung selbst zum Vorbild werden. Angesichts der Bedeutung der Elektromobilität für den Automobilstandort Deutschland sind die Zahlen ein Armutszeugnis und alles andere als ein Vorbild“.

Letzte Änderung: 09.05.2018Webcode: 0119558