E-Prämie: Bremen bleibt Schlusslicht

[10.07.2017] Bremen. Bremen bleibt Schlusslicht in der Jahresbilanz der Elektroprämie: Mit 122 Prämien in zwölf Monaten, davon 62 für reine Batterie-Fahrzeuge, erreichte man 0,53 Prozent Anteil am Gesamtergebnis. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, äußerte sich dennoch zuversichtlich, dass die "hohen prozentualen Steigerungen auf kleinem Niveau" mittelfristig weitere Impulse auslösen könnten.

Gründe für die bisherige Zurückhaltung seien zu hohe Kosten, eine unzureichende Ladestruktur und zu geringe Reichweiten.  Politik und Industrie müssten jetzt die "Problemfelder lösen". Unverändert fehle auch "das gute Beispiel von der öffentlichen Hand", denn dieses Prämienvolumen liege bei einem Prozent.

Ein Jahr nach ihrer Einführung habe die Prämie für Elektrofahrzeuge in Deutschland noch nicht gezündet. Bis Ende Juni seien insgesamt 23.024 Anträge auf den Zuschuss gestellt worden, wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mitteilte. Davon seien rund 13.080 Anträge für reine Elektroautos und 9.937 für Plug-In-Hybride. 10.150 Anträge entfielen auf Privatpersonen, der Rest vor allem auf Unternehmen.

Die Kaufprämie, sagte Bley, könne seit Anfang Juli 2016 beantragt werden. Die Förderung gelte rückwirkend für Fahrzeuge, die seit dem 18. Mai 2016 gekauft wurden. Für reine Elektrowagen mit Batterie gebe es 4.000 Euro, für Hybridautos, die per Stecker geladen werden und einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben, 3.000 Euro.

Letzte Änderung: 10.07.2017Webcode: 0114983