E-Prämie ohne den großen Zuspruch

[10.07.2017] Großburgwedel. Jahresbilanz der Elektroprämie in Niedersachsen mit einem schwachen Ergebnis: 1.990 Prämien, davon 1.047 für reine Batterie-Fahrzeuge, spiegelten den schwachen Zuspruch wider. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, zeigte sich enttäuscht. Im Länderranking liege man zwar hinter Bayern, Baden-Württemberg und NRW auf dem vierten Platz, dennoch sei der prozentuale Anteil am Gesamtergebnis mit 8,6 Prozent "zu wenig".

Bley äußerte sich dennoch zuversichtlich, dass die "hohen prozentualen Steigerungen auf kleinem Niveau" mittelfristig weitere Impulse auslösen könnten. Weder das Jahr 2017 noch das Jahr 2018 würden "Elektro-Erfolgs-Jahre" werden können. Gründe für die Zurückhaltung seien zu hohe Kosten, eine unzureichende Ladestruktur und zu geringe Reichweiten. Mittelfristig seien diese Hürden aber zu überwinden.

Ein Jahr nach ihrer Einführung habe die Prämie für Elektrofahrzeuge in Deutschland noch nicht gezündet. Bis Ende Juni seien insgesamt 23.024 Anträge auf den Zuschuss gestellt worden, wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mitteilte. Davon seien rund 13.080 Anträge für reine Elektroautos und 9.937 für Plug-In-Hybride. 10.150 Anträge entfielen auf Privatpersonen, der Rest vor allem auf Unternehmen.

Die Kaufprämie, sagte Bley abschließend, könne seit Anfang Juli 2016 beantragt werden. Die Förderung gelte rückwirkend für Fahrzeuge, die seit dem 18. Mai 2016 gekauft wurden. Für reine Elektrowagen mit Batterie gebe es 4.000 Euro, für Hybridautos, die per Stecker geladen werden und einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben, 3.000 Euro.

Letzte Änderung: 10.07.2017Webcode: 0114984