E-Prämie: Weiter Weg zum Erfolg

[04.01.2017] Großburgwedel. Schwache Bilanz für die Elektro-Prämie nach sechs Monaten in Niedersachsen! Bis zum 1. Januar 2017 wurden lediglich 856 Anträge auf eine Prämie gestellt, wie der Landesverband Niedersachsen-Bremen im Deutschen Kfz-Gewerbe mitteilte. Davon seien 430 Anträge für reine Elektroautos und 426 für Plug-in-Hybride. Die Länderquote für Niedersachsen betrage 9,5 Prozent. Bundesweit gebe es nach der Statistik des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 9.023 Prämien.

Vorerst biete die Prämie offenbar keinen überzeugenden finanziellen Anreiz, um die deutlichen Preisunterschiede zwischen einem Auto mit Elektro- und Verbrennungsmotor teilweise ausgleichen zu können. "Die Prämie hat einen minimalen Effekt“, sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Verbandes, und ergänzte: "Der Weg zum Erfolg der Prämie ist noch weit." Man hoffe auf Impulse durch neue Fahrzeug-Modelle mit größeren Reichweiten und eine bessere Lade-Infrastruktur.

Die Kaufprämie kann seit Anfang Juli 2016 beantragt werden. Die Förderung gilt rückwirkend für Fahrzeuge, die seit dem 18. Mai gekauft wurden. Für reine Elektrowagen mit Batterie gibt es 4.000 Euro, für Hybridautos, die per Stecker geladen werden und einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben, sind es 3.000 Euro. Bund und Hersteller teilen sich die Kosten von insgesamt 1,2 Milliarden Euro.

Letzte Änderung: 04.01.2017Webcode: 0110020