Elektro-Prämie bleibt hinter den Erwartungen

[09.04.2019] Großburgwedel. Der Elektro-Prämie fehlen weiterhin die Impulse. Auch im März blieb die Anzahl der Anträge trotz starker medialer Aufbruchstimmung für die Elektromobilität hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt 394 Anträge beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) "sind ein Ergebnis ohne nachhaltigen Trend nach oben", sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen zu den Bafa-Länderzahlen für März.

Im vergangenen Monat seien 300 finanzielle Förderungen im Volumen von rund 1,2 Millionen Euro für reine batteriebetriebene Fahrzeuge und 94 Fördergelder mit der Summe von etwa 282.000 Euro für Hybrid-Fahrzeuge nach Niedersachsen geflossen. Im Autojahr 2019 seien 784 Förderanträge gestellt worden. Seit Beginn des finanziellen Förderprogramms seien für Niedersachsen 8.785 Anträge eingegangen. Dies ist nach Bleys Angaben eine Quote von 8,1 Prozent.

In diesem Zusammenhang sprach sich Bley gegen Vorschläge und Forderungen aus, den Kauf eines E-Autos in besonders stickoxidbelasteten Städten stärker zu fördern. Die im Ministerium diskutierte Erhöhung der Kaufprämie auf 8.000 Euro bis Ende 2021 - statt bisher 4.000 Euro - werde negative Auswirkungen haben, warnte Bley. Marktpreise würden zu stark verzerrt und mit Ablauf der Prämie wäre ein Markteinbruch zu erwarten. Hingegen unterstütze das Kfz-Gewerbe in Niedersachsen die Pläne, die Lade-Infrastruktur finanziell zu unterstützen. Dies müsse aber mit Augenmaß geschehen.

Letzte Änderung: 09.04.2019Webcode: 0124122