Elektro-Prämie ist kein Renner

[08.05.2017] Großburgwedel. Die Elektro-Prämie ist kein Renner. Jedenfalls zeigt die Zwischenbilanz für den niedersächsischen Automarkt ein schwaches Interesse mit 186 Anträgen im April. Insgesamt gibt es seit dem Start der Förderung durch Staat und Hersteller im vergangenen Juli 1.572 (Vormonat: 1.386) Prämienanträge. Dies entspricht einer Länderquote von noch 8,8 (Vormonat: 9,2) Prozent.

Karl-Heinz Bley, Präsident des niedersächsischen Kfz-Gewerbes, sagte zur Monatsstatistik des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), der Elektromobilität fehlten unverändert die Kaufimpulse. Die Nachfrage nach Prämien teile sich hälftig auf Unternehmen und Privatpersonen auf. Es fehle zudem die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand.

Für den niedersächsischen Automarkt gebe es 801 Prämien für reine Elektro-Fahrzeuge und 770 für Hybrid-Automobile sowie einen Antrag für ein Wasserstoff-Fahrzeug. Seit Jahresbeginn habe sich die Zahl der Prämien von 856 auf 1.572 nahezu verdoppelt. Bley: "Stromer stehen noch mit einem Fuß auf der Bremse." Bundesweit stünden in der Bafa-Zwischenbilanz 17.937 Elektro-Prämien, davon rund 300 für kommunale Einrichtungen und Körperschaften.

Seit Juli des vergangenen Jahres gibt es die Förderung von Staat und Herstellern für Elektro- (4.000 Euro) und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge (3.000 Euro).

Letzte Änderung: 08.05.2017Webcode: 0113815