Elektro-Prämie mit geringer Nachfrage

[10.12.2019] Bremen. Das Interesse an der finanziellen Förderung der Elektromobilität ist weiter gesunken. 23 (Vormonat: 30) Anträge für den Umweltbonus beim Kauf eines Stromers oder Plug-in-Hybrids sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen. Parallel büßte auch der Verkauf von Elektroautos ein. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, führt als Grund die "Hängepartie um die höhere Förderung" an.

Insgesamt sind den Angaben Bleys zufolge jetzt nach Bremen und Bremerhaven  783 Förderungen gegangen, davon 496 für reine Batterie- und 285 für Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Dies sei ein Anteil von 0,5 Prozent. Im November habe die Fördersumme, die sich Staat und Hersteller teilten, 81.000 Euro betragen. Bremen habe seit Start der Förderung rund 2,9 Millionen Euro aus dem mit 1,2 Milliarden Euro gefüllten Fördertopf erhalten.

Offensichtlich warteten Käufer von Stromern und auch Interessenten der Kaufprämie auf den beim jüngsten Klimagipfel beschlossenen höheren Umweltbonus. Dieser soll bis zu 6.000 Euro betragen. Bley verwies abschließend darauf, dass das BAFA auf seiner Homepage für die Antragsprüfung mitteile, dass "die Bundesregierung arbeite mit Hochdruck an der raschen Umsetzung der Vorgaben des Klimagipfels".

Letzte Änderung: 10.12.2019Webcode: 0127470