Elektro-Prämie ohne Impulse

[09.04.2019] Bremen. Trotz starker medialer Aufbruchstimmung für die Elektromobilität blieb auch im März die Anzahl der Anträge für die Elektro-Prämie an der Weser hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt 28 Anträge beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) "zeigen, dass der Elektro-Prämie weiterhin die Impulse fehlen", sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes zu den Bafa-Länderzahlen für März.

Im vergangenen Monat seien 22 finanzielle Förderungen im Volumen von rund 88.000 Euro für reine batteriebetriebene Fahrzeuge und sechs Fördergelder mit der Summe von etwa 18.000 Euro für Hybrid-Fahrzeuge nach Bremen und Bremerhaven geflossen. Im Autojahr 2019 seien 62 Förderanträge gestellt worden. Insgesamt bilanziere Bremen 537 Anträge auf finanzielle Förderung seit Beginn des Programms im Juni 2016.

In diesem Zusammenhang sprach sich Bley gegen Vorschläge und Forderungen aus, den Kauf eines E-Autos stärker zu fördern. Die im Ministerium und Teilen der Industrie diskutierte Erhöhung der Kaufprämie auf 8.000 Euro werde negative Auswirkungen haben, warnte Bley. Marktpreise würden zu stark verzerrt und mit Ablauf der Prämie wäre ein Markteinbruch zu befürchten. Hingegen unterstütze das Kfz-Gewerbe die Pläne, die Lade-Infrastruktur finanziell zu unterstützen. Dies müsse aber mit Augenmaß geschehen.

Letzte Änderung: 09.04.2019Webcode: 0124121