Filter-Topf ist prall gefüllt

[11.09.2015] Bremen. Die Förderaktion für den nachträglichen Einbau von Rußpartikel-Filtern in ältere Diesel-Fahrzeuge droht zu scheitern. Aus dem bundesweit einst mit 30 Millionen Euro gefüllten Fördertopf stehen nach sieben Monaten noch immer knapp 25 Millionen Euro bereit. An die Weser sind bisher rund 16.400 Euro Fördermittel geflossen. "Wir sind enttäuscht“, bilanzierte dann auch Karl-Heinz-Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, die Zwischenbilanz des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Nach den aktuellen Länderzahlen sind im August in Bremen und Bremerhaven sieben ältere Diesel-Fahrzeuge mit einem Filter nachgerüstet worden. Insgesamt gebe es damit 63 von bundesweit 20.051 nachträglichen Einbauten. Dies entspreche einer Fördersumme von 5,2 Millionen Euro in Deutschland, davon 16.380 Euro in Bremen.

Bley sagte, man gehe im Verband nicht davon aus, dass der Förderzeitraum, der Ende des Jahres auslaufe, verlängert werde. Ob es indes "kurz vor Ultimo" noch einen Filter-Aufschwung geben könne, sei fraglich. Auf Grund der Erfahrungen vergangener Förderaktionen hatte man sich von der 2015er Initiative "ein kleines Service-Konjunkturprogramm" versprochen. Bley wörtlich: "Noch gibt es viel Geld für sehr viele Nachrüstungen."

Letzte Änderung: 11.09.2015Webcode: 0102054