Interesse für die E-Prämie steigt

[13.01.2020] Bremen. Der Jahresabschluss für die Elektroprämie war im bremischen Automarkt durchaus versöhnlich, die Jahresbilanz indes enttäuschend. 46 (Vormonat: 23) Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) im Dezember lassen für das neue Autojahr 2020 hoffen. "Die Fördertöpfe sind noch immer gut gefüllt," teilte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, mit dem Hinweis mit, dass seit dem Start der Förderung im Juni 2016 insgesamt drei Millionen Euro an die Weser geflossen seien.

Für Bremen habe es seit dem Start der Förderung im Juni 2016 insgesamt 829 Anträge für reine Batterie- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge sowie Wasserstoffbetriebene gegeben.  Für das Autojahr 2019 bilanziere man für Bremen und Bremerhaven insgesamt 397 Prämien mit 1,54 Millionen Euro Fördergeld. Bley: "Wir haben ein größeres Interesse für diese finanzielle Unterstützung der Elektromobilität erwartet. Der Fördertopf ist noch halb voll."

Die beim Klimagipfel im Vorjahr beschlossene höhere Förderung, für Stromer bis 6.000 Euro, sei noch immer nicht durch "den administrativen Trichter". Gemeinsam mit den verschärften Grenzwerten im Flottengeschäft ab 2021werde der hohe Umweltbonus der Elektromobilität einen Schub geben können. Bley sagte, bei allen Klimadiskussionen bleibe das Kfz-Gewerbe bei seiner Position, dass die einseitige Förderung einer Antriebsart marktpolitisch falsch sei. Die beste Klimabilanz habe beispielsweise der Gas-Antrieb mit Biomethan.

Letzte Änderung: 13.01.2020Webcode: 0127837