Jahresstart mit hohen Verlusten

[18.02.2021] Bremen. Der Pkw-Markt an der Weser ist, wie befürchtet, im Januar stark eingebrochen. Minus 30,9 Prozent sei eine "nahezu historische Tiefstmarke", reagierte der Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, Karl-Heinz Bley, auf die aktuelle KBA-Länderstatistik. Benziner hätten 54,2 Prozent verloren, Diesel 43,4 Prozent. Das krisengeplagte Kfz-Gewerbe stehe mit dem Rücken an der Wand.

Die Monatsstatistik zeige die harten Auswirkungen des erneuten Lockdowns. 1.164 (Vorjahr: 1.686) Pkw-Neuzulassungen, davon 349 (Vorjahr: 762) Benziner und 371 (Vorjahr: 656) Diesel weise die Monatsbilanz aus. 96 (Vorjahr: 31) reine batteriebetriebene Pkw (BEV) und 164 (Vorjahr: 63) Plug-in-Hybride (PHEV) zeigten die unverändert starke Nachfrage nach elektrifizierten Neuwagen.

Doch dieser Boom komme nicht aus heiterem Himmel, sondern werde mit großen Subventionen wie der Innovationsprämie sowie mit Rabatten seitens der Hersteller teuer erkauft. Mittlerweile mehren sich, wie Bley sagte, kritische Stimmen, die vor der marktverzerrenden Lenkungswirkung der großzügigen Bezuschussungspolitik warnen.

Vor dem Hintergrund des andauernden Lockdowns forderte Bley die Politik auf, konkrete Öffnungsziele für den Handel zu formulieren. Die krisengeplagte Branche könne nicht auf Inzidenz-Ziffern vertrauen, denn "der Sprung von 50 auf 35 plus" allein zeige eine politische Zielmarke. Autohäuser mit ihren anerkannt erfolgreichen Hygiene-Konzepten seien keine Treiber der Pandemie.

Letzte Änderung: 19.02.2021Webcode: 0133297