Kaum Interesse für die E-Prämie

[10.12.2019] Großburgwedel. Geringeres Interesse an der Elektroprämie: Um fast 20 Prozent ist die Nachfrage im November auf 475 (Vormonat: 588) Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingebrochen. Parallel büßte auch der Verkauf von Elektroautos ein. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, führt als Grund die "Hängepartie um den höheren Umweltbonus" an.

Insgesamt sind den Angaben Bleys zufolge jetzt nach Niedersachsen 12.302 Förderungen gegangen, davon 7.723 für reine Batterie- und 4.568 für Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Dies sei ein Anteil von 7,9 Prozent. Im November habe die Fördersumme, die sich Staat und Hersteller teilten, 1,7 Millionen Euro betragen.  Niedersachsen habe seit Start der Förderung rund 45 Millionen Euro aus dem mit 1,2 Milliarden Euro gefüllten Fördertopf erhalten.

Offensichtlich warteten Käufer von Stromern und auch Interessenten der Kaufprämie auf den beim jüngsten Klimagipfel beschlossenen höheren Umweltbonus. Dieser soll bis zu 6.000 Euro betragen. Bley verwies abschließend darauf, dass das BAFA auf seiner Homepage für die Antragsprüfung mitteile, dass "die Bundesregierung arbeite mit Hochdruck an der raschen Umsetzung der Vorgaben des Klimagipfels". Kritik gebe es schon jetzt an der schleppenden Umsetzung der Klimagipfel-Beschlüsse",sagte Bley.

Letzte Änderung: 10.12.2019Webcode: 0127471