Kaum Interesse für Filter-Geld

[03.06.2015] Großburgwedel. Nach einer mageren Drei-Monats-Bilanz für die staatliche Förderung des nachträglichen Einbaus von Rußpartikel-Filtern in ältere Diesel-Pkw hat Karl-Heinz Bley, Präsident des niedersächsischen Kfz-Gewerbes, Betriebe und Autofahrer aufgerufen, die finanzielle Unterstützung aus dem bundesweit 30-Millionen-Topf stärker als bisher zu nutzen.

Die Zwischenbilanz für Niedersachsen liege nach den Zahlen des zuständigen Bundeamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) weiter hinter den Erwartungen. Insgesamt 395 Diesel-Halter hätten zwischen Februar und April die 260 Euro Fördergeld je nachträglichem Einbau genutzt. Dies sei eine Fördersumme von 102.700 Euro in Niedersachsen. Bley: „Wir hatten mit dem Zehnfachen gerechnet". Bundesweit seien rund drei Millionen Euro Fördergelder ausbezahlt worden.

Betrage die Länderquote Niedersachsen bei Neu- oder Gebrauchtwagen über zehn Prozent, so liege sie bei der Förderungsaktion bei 3,4 Prozent. Bley sagte, mit dem nachträglichen Einbau eines Rußpartikel-Filters verbessere sich nicht nur die Umweltqualifizierung, sondern auch der Wert des gebrauchten Diesel.

Letzte Änderung: 03.06.2015Webcode: 0095617