Kfz-Gewerbe fordert Votum für Nachrüstung

[26.07.2018] Großburgwedel. Im Schreiben an Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hat sich das niedersächsisch-bremische Kraftfahrzeuggewerbe enttäuscht gezeigt, dass das Land Niedersachsen im Bundesrat eine Initiative zur Nachrüstung von Diesel-Pkw mit wirksamen SCR-Katalysatoren nicht unterstützt hat.

Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, schrieb an beide Politiker: "Im Namen der rund 3.600 Unternehmen, die vom Landesverband des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen e. V. vertreten werden, bringe ich das Bedauern zum Ausdruck, das erneut eine Chance vertan wurde, zeitnah die Fragen von Kostenbeteiligung einer Nachrüstung durch Automobilhersteller, zu konkretisieren."

Die Länder Baden-Württemberg und Brandenburg hätten die Berliner Initiative unterstützt, die die Automobilhersteller verpflichten soll, die Nachrüstungskosten zu übernehmen. Außerdem sollten von der Bundesregierung alle nötigen Schritte technisch wie administrativ für die Nachrüstung geschaffen werden.

 Bley forderte in seinem Schreiben die politische Führung des Landes Niedersachsen auf, die ablehnende Haltung zur Kostenübernahme durch Automobilhersteller aufzugeben. Er sagte, es gehe auch um Transparenz und Vertrauen. In der nächsten Sitzung des Bundesrates im September sollte Niedersachsen mit dem positiven Votum einen Schritt in die richtige Richtung vollziehen". Dies könne für die von der Bundeskanzlerin für September angekündigte Entscheidung der Diesel-Nachrüstung richtungweisend sein.

Letzte Änderung: 26.07.2018Webcode: 0120909