Lücken in der Ladeinfrastruktur

[21.12.2020] Großburgwedel. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat das erste Elektro-Ladenetz-Ranking für die 400 Zulassungsbezirke präsentiert. Das Ranking soll die Dichte des öffentlich zugänglichen Ladenetzes für E-Autos abbilden. Das Ladenetz-Ranking soll zudem ein Ansporn für alle Kommunen sein, das Projekt Ladeinfrastruktur aktiv anzugehen.

Wie der Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, Karl-Heinz Bley, sagte, habe das Thema Ladeinfrastruktur in Niedersachsen "noch Luft nach oben". Das Land sei aber vielfach schon gut aufgestellt. Von den 45 Zulassungsbezirken lägen beim sogenannten A-Wert 27 unter dem statistischen Mittelwert von 1.486 Pkw im Bestand pro einer öffentlich zugänglichen Lademöglichkeit. "Tabellenführer" in Niedersachsen sei auf Rang zwei der Landkreis Wolfsburg mit 358 Pkw im Bestand. Es folgten Emden (559) auf dem Platz sechs im bundesweiten Ranking. Salzgitter belege Rang 13 mit 627 Pkw pro Ladepunkt.

Beim T-Wert wiesen, wie Bley sagte, drei Städte und Kreise einen einstelligen Wert aus. Der Mittelwert liege bei 13 E-Automobilen pro Ladesäule. Das Ranking in Niedersachsen werde angeführt von Salzgitter mit 3,0, gefolgt vom Landkreis Emden mit 3,5 und dem Landkreis Friesland mit 4,3. Die Stadt Wolfsburg bilanziere mit einem Wert von 20,7. Dies entspreche 8.098 E-Mobile und 392 Ladepunkte.

Öffentlich zugänglich seien 32.110 Ladepunkte in Deutschland nach November-Daten der Bundesnetzagentur, davon 1.910 in Niedersachsen. Private würden bisher nicht zentral erfasst. Das Ranking werde in zwei Werten ermittelt, teilte der Kfz-Landesverband weiter mit. Der A-Wert benenne die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte im Verhältnis zu den im Landkreis und der Stadt zugelassenen Pkw im Bestand. Der T-Wert zeige an, wie viele E-Pkw sich einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt teilen müssen. 

Letzte Änderung: 21.12.2020Webcode: 0132634