Neuer Prüfzyklus dämpft die E-Prämie

[09.10.2018] Großburgwedel. Der neue Prüfzyklus für neue Fahrzeuge WLTP dämpft nicht nur die Neuzulassungen, sondern auch das Interesse für die Elektroprämie. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, die finanzielle Förderung für Hybrid-Fahrzeuge sei im September um rund ein Drittel gesunken. Insgesamt habe es im September für Niedersachsen 201 E-Prämien gegeben, davon 135 für reine Batterie-Fahrzeuge und 66 für Hybride.

Bley verwies darauf, dass die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge korrigiert werden musste. Der Förderrichtlinie zufolge dürften nämlich von außen aufladbare Hybrid-Elektrofahrzeuge nicht mehr als 50 g CO2-Ausstoß pro Kilometer verursachen. Bisher sei der CO2-Ausstoß nach dem NEFZ-Prüfzyklus ermittelt worden. Seit dem 1. September 2018 erfolge die Messung nach dem WLTP-Standard mit der Konsequenz, dass einige Fahrzeugmodelle von der Förderliste gestrichen worden seien.

Nach Niedersachsen seien nach den aktuellen Länderstatistiken des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) bisher insgesamt 6.631 Prämien geflossen. Dies entspreche einem Finanzvolumen von rund 24 Millionen Euro aus dem mit 1,2 Milliarden Euro gefüllten Fördertopf. Niedersachsen habe eine Länderquote von knapp 8,3 Prozent bei den Prämien. Bley: "Bis Ende der Förderung im Juni des kommenden Jahres reichen die Mittel allemal aus. Das Interesse an der Prämie könnte steigen."

Letzte Änderung: 09.10.2018Webcode: 0121833