Niedersachsen kommt nicht aus den roten Zahlen

[17.05.2017] Großburgwedel. Nächste Monatspleite im niedersächsischen Automarkt. Mit minus 9,6 Prozent ist die Nachfrage im April überdurchschnittlich zurückgegangen. 33.954 (Vorjahr: 37.544) Pkw-Neuzulassungen seien ein schwaches Monatsergebnis, das vor allen den Osterferien und der anhaltenden Diskussion über Diesel-Fahrverbote geschuldet sei.

Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zu den aktuellen KBA-Länderstatistiken, die Branche spüre einen verunsicherten Verbraucher, der seine Kaufentscheidung verschiebe. Dies zeige sich in den schwachen Anteilen privater Käufer sowohl beim Diesel als auch beim Benziner.

Mit 5,7 Prozent Rückgang in den Verkaufszahlen für Benziner sei die Branche im Vergleich zum Diesel noch glimpflich davongekommen. Der Diesel habe 16,5 Prozent verloren. Dies entspreche 18.654 (Vorjahr: 19.791) Benziner und 14.384 (Vorjahr 17.232) Diesel.

Ein kleiner Lichtblick in der Monatsbilanz seien die Verkaufszahlen im Segment der alternativen Antriebe. 154 (Vorjahr: 74) Elektro- und 693 (Vorjahr: 355) Hybrid-Pkw sowie 69 (Vorjahr: 92) gasbetriebene neue Pkw seien erstmals zugelassen worden.

Im ersten Jahresdrittel bilanziere der Pkw-Markt in Niedersachsen ein Minus von einem Prozent. Dies entspreche 122.374 (Vorjahr: 123.575) Pkw-Neuzulassungen. Der Benziner liege mit 6,9 Prozent oder 69.699 (Vorjahr: 65.231) Zulassungen über dem Vorjahr.  Allerdings stecke auch im kumulativen Ergebnis der Diesel mit minus 12,4 Prozent in den roten Zahlen. 49.589 (Vorjahr: 56.626) Diesel seien erstmals zugelassen worden. In den ersten vier Monaten des Autojahres 2017 habe es zudem 573 (Vorjahr: 286) Verkäufe von Elektro- und 2.253 (Vorjahr: 1.154) Verkäufe von Hybrid-Pkw gegeben.

Letzte Änderung: 17.05.2017Webcode: 0114018