Offensive für die Hardware-Nachrüstung

[20.04.2020] Großburgwedel/Bremen.  Hardware-Nachrüstungen sind eine effektive Möglichkeit für ältere Diesel-Fahrzeuge, den im Bundes-Immissionsschutzgesetz festgelegten Wert von 270 mg NOx pro Kilometer im realen Fahrbetrieb zu unterschreiten. Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter, die ihr Fahrzeug umrüsten lassen, leisteten einen Beitrag zu besserer Luftqualität. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, die Meisterbetriebe der Kfz-Innungen seien auf eine Nachrüst-Offensive vorbereitet.

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) habe auf seiner Internetseite alle erteilten Allgemeinen Betriebserlaubnisse (ABE) veröffentlicht. Genehmigte Pkw-Nachrüstsysteme gebe es für Modelle der Hersteller BMW, Mercedes Benz, Seat, Skoda, Audi, Volkswagen und Volvo. Diese Informationen seien abrufbar unter:

https://www.kba.de/DE/Typgenehmigung/Typgenehmigungen/Typgenehmigungserteilung/ABE_NOX/ABE_NOx_node.html

Bley erinnerte daran, dass einige Fahrzeughersteller dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gegenüber die Kostenübernahme für Pkw-Nachrüstsysteme in Höhe von bis zu 3.000 Euro für private Fahrzeughalter zugesagt hätten.

Die dritte Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) lege für Diesel-Pkw der Schadstoffklassen "Euro 4" und "Euro 5" technische wie verfahrensbezogene Anforderungen an die Stickoxid-Minderungssysteme mit hoher Minderungsleistung fest. Fahrzeuge, die über ein solches Stickoxid-Minderungssystem verfügten, seien von Verkehrsverboten ausgenommen.

Letzte Änderung: 23.04.2020Webcode: 0129213