Pkw-Markt an der Weser bricht ein

[17.05.2017] Bremen. Der Pkw-Markt an der Weser ist im April eingebrochen. Minus 18,4 Prozent auf 2.219 (Vorjahr: 2.721) Neuzulassungen seien vor allem dem starken Rückgang der Diesel-Verkaufszahlen um rund ein Viertel geschuldet. 1.071 (Vorjahr: 1.460) Diesel und 1.084 (Vorjahr: 1.215) Benziner stehen in der April-Bilanz.

Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zu den aktuellen KBA-Länderzahlen, nach drei positiven Monatsergebnissen sei dies "eine bittere Pille für den Automobilhandel". Ursache seien zum einen die Osterferien, zum anderen aber die anhaltende Diskussion über Diesel-Fahrverbote. Die Verbraucher seien stark verunsichert über die Zukunft des Diesels, sagte Bley.

Ein Lichtblick in der trüben Monatsbilanz sei das Segment der alternativen Antriebe mit elf (Vorjahr: 5) Elektro- und 45 (Vorjahr: 33) Hybrid-Pkw sowie acht (Vorjahr: 8) gasbetriebenen Neuwagen.

Im ersten Jahresdrittel bilanziere der Pkw-Markt an der Weser ein unterdurchschnittliches Plus von 0,6 Prozent. Dies entspreche 8.385 (Vorjahr: 8.339) Pkw-Neuzulassungen. Der Benziner liege mit 4.092 (Vorjahr: 3.937) Zulassungen knapp über dem Vorjahr.  Allerdings stecke auch im kumulativen Ergebnis der Diesel mit minus 3,8 Prozent in den roten Zahlen. 4.044 (Vorjahr: 4.205) Diesel seien erstmals zugelassen worden. In den ersten vier Monaten des Autojahres 2017 habe es zudem 28 (Vorjahr: 14) Verkäufe von Elektro- und 196 (Vorjahr: 161) Verkäufe von Hybrid-Pkw gegeben.

Letzte Änderung: 17.05.2017Webcode: 0114017