Pkw-Markt schreibt weiter rote Zahlen

[20.10.2020] Großburgwedel. Trotz der positiven Gesamtlage im September hat der niedersächsische Pkw-Markt mit 26.069 (Vorjahr: 28.437) erneut rote Zahlen geschrieben. Dies ist ein Minus von 8,3 Prozent. Bundesweit hatte es Zuwächse von 8,4 Prozent gegeben. Es müsse zudem berücksichtigt werden, dass der September 2019 aufgrund eines Sondereffekts ein vergleichsweise niedriges Niveau aufgewiesen hatte, sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, zu den aktuellen KBA-Länderstatistiken.

Die Waage in der Monatsbilanz gehe bei den prozentualen Veränderungen Richtung "Alternative", bei den absoluten Zahlen blieben die neuen Pkw mit Verbrennungsmotoren in der Pole Position. 12.400 (Vorjahr: 17.241) Benziner und 6.978 (Vorjahr: 9.188) Diesel seien erstmals zugelassen worden. Dem stünden 6.688 Neuwagen mit alternativen Antrieben gegenüber. Dies sei eine Steigerung um 233,2 Prozent.

2.249 (Vorjahr: 546) reine batteriebetriebene neue Pkw und 1.742 (Vorjahr: 272) Plug-in-Hybride seien im Segment der elektrifizierten Pkw angesiedelt. Insgesamt gebe es 4.284 (Vorjahr: 1.262) Hybride sowie 155 (Vorjahr: 199) gasbetriebene Neuwagen.

Die Jahreszwischenbilanz weise den Angaben Bleys zufolge einen Rückgang von 25,5 Prozent auf 208.989 (Vorjahr: 280.704) Pkw-Erstzulassungen aus. Dieser Rückgang sei auch in den verbleiben drei Monaten des Autojahres 2020 nicht mehr aufzuholen, denn das Auftrags-Minus liege kumulativ bei fast 20 Prozent. Bley sagte abschließend, vor dem Hintergrund stark steigender Corona-Infektionen müsse alles getan werden, einen erneuten Lockdown zu verhindern.

Letzte Änderung: 20.10.2020Webcode: 0131761