Pkw-Verkäufe stürzen um zwei Drittel ein

[19.05.2020] Bremen. Alle Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Um fast zwei Drittel ist der Pkw-Verkauf in Bremen und Bremerhaven im April eingebrochen. Die Länderstatistik des KBA meldete 686 Pkw-Neuzulassungen. Im Jahr zuvor waren 1.937 neue Pkw verkauft worden. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, die Einbußen von 64,6 Prozent zeigten eindrucksvoll die dramatische Lage des Automobilhandels.

Bereits in der zweiten Märzhälfte sei mit der Schließung des Handels der Verkauf in den Autohäusern an der Weser massiv zurückgegangen. Weil das KBA keine März-Zahlen veröffentlichen konnte, gehe der Verband bei der bisherigen Jahresbilanz von Schätzungen aus. Der Rückgang in den ersten vier Monaten des krisengeschüttelten Autojahres 2020 betrage an der Weser rund ein Drittel.

Bley forderte die Bundesregierung auf, eine schnelle Entscheidung zu treffen. Mit jedem Tag steige die Kaufzurückhaltung in der Erwartung von Prämien. Der Verband plädiere für eine technologieoffene Kaufprämie. Diese finanzielle Förderung müsse rückwirkend ab dem Ende des Lockdowns gelten und saubere Diesel und Benziner der aktuellen Schadstoffnormen Euro 6d-Temp und Euro 6d sowie junge Gebrauchtfahrzeuge einbeziehen. Bley wörtlich: "Wir brauchen jetzt ein Signal, in welche Richtung es geht. Die Lage ist ernst".

Letzte Änderung: 20.05.2020Webcode: 0129665