Starke Einbußen auch bei gebrauchten Pkw

[24.02.2021] Großburgwedel. Das neue Autojahr ist unter dem im Dezember verhängten harten Lockdown mit deutlich negativen Zahlen gestartet. Nach den starken Einbußen bei neuen Pkw mit rund zwanzig Prozent starteten auch die Besitzumschreibungen in Niedersachsen mit Einbußen von 27,8 Prozent auf 51.711 (Vorjahr: 71.613) Halterwechseln. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, der Automobil­handel stehe mit dem Rücken an der Wand. Die Lage in den Unternehmen verschärfe sich von Tag zu Tag.

Die KBA-Monatsbilanz weise 30.947 (Vorjahr: 44.362) Benziner und 19.141 (Vorjahr: 25.645) Diesel aus. Dies sei ein Verlust von insgesamt fast 20.000 Gebrauchtwagen mit Verbrennungsmotoren. Pluszahlen habe es im Segment der alternativen Antriebe gegeben. 1.615 (Vorjahr: 1.593) Gebrauchte, darunter 183 (Vorjahr: 103) reine Batteriebetriebene und 211 (Vorjahr: 116) Plug-in-Hybride stünden in der Monatsbilanz, die mit 630 (Vorjahr: 725) gasbetriebenen Fahrzeugen komplettiert werde.

In den schweren Corona bedingten Zeiten leide das Gebrauchtwagengeschäft auch, weil elektrifizierte Gebrauchte nach Marktbeobachtungen der DAT länger stünden und schneller an Wert verlören. Bley sagte, es werden Stückzahlen produziert, die als Gebrauchte schwer zu vermarkten seien. Der Umweltbonus, der den Boom bei elektrifizierten Fahrzeugen verstetige, sei "die größte Hürde bei der Vermarktung der E-Gebrauchten".

Letzte Änderung: 24.02.2021Webcode: 0133340