"Stunde der Wahrheit" kommt für die Hersteller

[03.08.2017] Großburgwedel/Bremen. Als einen "ersten Schritt in die richtige Richtung" hat der Präsident des niedersächsischen Kfz-Gewerbes, Karl-Heinz Bley, die Ergebnisse des Berliner Diesel-Gipfel bezeichnet. Der Automobilindustrie müsse jetzt in "einer neuen Phase der Versachlichung der Diskussionen" die Chance gegeben werden, sich mit technisch zukunftweisenden Lösungen zu ihrer Verantwortung zu bekennen. Bley: "Die Stunde der Wahrheit lässt nicht lange auf sich warten."

Zahlenmäßig sei das Gipfel-Ergebnis mit 5,3 Millionen Updates inklusive der bisher für VW-Modelle erfolgten Maßnahmen ein wichtiges Resultat für die Vermeidung von Fahrverboten. Weitere Maßnahmen seien erforderlich. Das Kfz-Gewerbe unterstütze das erste Ergebnis des ersten Diesel-Gipfels mit der ausdrücklichen Forderung, bei den jetzt beginnenden Experten-Runden mit am Tisch sitzen zu wollen.

Zum geplanten Mobilitäts-Fonds, der mit einem Volumen von einer halben Milliarde Euro ausgestattet werden soll, sagte Bley, es könne bei allen Maßnahmen um saubere Luft in den Städten nicht nur um Pkw gehen. Vielmehr sollten zeitnah andere Fahrzeug-Typen wie Busse, Sprinter und Wohnmobile in die Nachrüstung einbezogen werden.

Letzte Änderung: 03.08.2017Webcode: 0115204