Tiefpunkt für die E-Prämie

[06.04.2018] Großburgwedel. Einen Tiefpunkt hat das Interesse an der Elektroprämie in Niedersachsen im März erreicht. Lediglich 265 Anträge, davon 135 für reine batteriebetriebene Fahrzeuge, seien im Vormonat beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingegangen. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Verbandes in Niedersachsen, zeigte sich enttäuscht und sagte: "Wir müssen aufpassen, dass die Prämie nicht ein Ladenhüter wird".

Insgesamt seien im März 930.000 Euro an Fördergeldern nach Niedersachsen geflossen, davon540.000 Euro für reine batteriebetriebene Fahrzeuge. Grund für die schleppende Nachfrage nach Elektroautos sei das dünne Netz an Ladestationen. Da die Fahrzeuge zudem relativ geringe Reichweiten hätten, seien viele Autokäufer skeptisch.  Hinzu komme aktuell eine lange Lieferzeit für einige E-Modelle.

Die Fördermittel reichten bundesweit für mehr als 300.000 Fahrzeuge. Jetzt seien 19,2 Prozent "verbraucht" worden. Die Mittel, sagte Bley, die bis Ende Juni 2019 nicht abgerufen würden, verfielen. Insgesamt 5.336 Elektroprämien seien für Niedersachsen bisher beantragt worden. Dies entspreche einer gesamten Fördersumme von 18,9 Millionen Euro.

Letzte Änderung: 06.04.2018Webcode: 0119204