Verspätete Kauflust im Markt für Motorräder

[08.10.2020] Bremen. Die Motorradbranche an der Weser steht nach den ersten neun Monaten 2020 erstaunlich gut da. Der befürchtete Einbruch ist ausgeblieben und die meisten Händler sind zufrieden. Insgesamt rund 3.009 (Vorjahr: 2.624) neue und gebrauchte Motorräder und Kraftroller wurden registriert. Dies seien um 14,7 Prozent über dem 2019er Ergebnis liegende Verkaufszahlen, sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, in einer vorläufigen Jahresbilanz.

Als die Bundesregierung Mitte März wegen der Covid-19-Pandemie den Ausgang beschränkte, hätten viele Motorradhändler Sorgen und Angst erlebt. Traditionell verkauften sie nämlich zu Saisonbeginn im März und April die meisten Motorräder.  Doch als Ende April in Deutschland der Lockdown für die Motorradhändler aufgehoben wurde, seien die Kunden in die Verkaufsräume gestürmt.

Die Kauflaune der motorisierten Zweiradfahrer begann nach Bleys Angaben in Bremen und Bremerhaven im Mai mit einem Plus von 66,3 Prozent auf 133 (Vorjahr: 80) Neuzulassungen. Höhepunkt der Saison sei der Monat Juli mit 127 (Vorjahr: 96) Erstzulassungen gewesen. Insgesamt habe es rund 979 (Vorjahr: 706) Neuzulassungen gegeben.

Auch im Markt für gebrauchte motorisierte Zweiräder habe die Saison verspätet begonnen. In den Monaten Mai, Juni und Juli habe man die 300er Marke erreicht mit 334 (Vorjahr: 233) Besitzumschreibungen im Juni. Im Mai und im Juli bilanzierte der Markt an der Weser 312 (Vorjahr: 281) und 302 (Vorjahr: 294) Halterwechsel. Insgesamt seien von Januar bis September rund 2.030 (Vorjahr: 1.918) gebrauchte Motorräder und Kraftroller verkauft worden.

Letzte Änderung: 08.10.2020Webcode: 0131579