Zweistellige Verluste für gebrauchte Pkw

[25.03.2021] Bremen. Der Gebrauchtwagenmarkt an der Weser hat im Februar zwar unterdurchschnittliche Verluste hinnehmen müssen, mit 11,3 Prozent ist das Minus aber wieder zweistellig. 3.461 (Vorjahr: 3.901) Besitzumschreibungen weist die KBA-Länderstatistik aus. Das kumulative Minus von 14,3 Prozent zeige das Ausmaß der sich immer stärker verschärfenden Lage des Automobilhandels. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, das erneute Verbot zur Öffnung sei "der konjunkturelle Würgegriff" für den Automobilhandel.

Im Februar sind den Angaben Bleys zufolge 2.156 (Vorjahr: 2.476) Benziner und 1.185 (Vorjahr: 1.340) gebrauchte Diesel umgeschrieben worden. Das Segment der alternativen Antriebe habe hingegen "stark auf kleinem Niveau zugelegt".120 (Vorjahr: 84) Umschreibungen seien eine Steigerung um 42,9 Prozent bei einem Anteil an den Besitzumschreibungen in Bremen und Bremerhaven von 3,5 Prozent.

Bley verwies in diesem Zusammenhang auf den noch immer schwachen Gebrauchtwagenmarkt für E-Fahrzeuge, der im Februar 29 (Vorjahr: 12) Halterwechsel registriert habe. Finanzielle Förderungen analog der für Neuwagen gewährten Umweltboni seien für Gebrauchtwagen komplizierter. Für einen einheitlichen Prozess sei jetzt die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) beauftragt worden, das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bei der Definition förderfähiger Gebrauchtfahrzeuge zu unterstützen. An einer Förderung Interessierte benötigten unter anderem ein „DAT-Gutachten“, mit dem das Verfahren zur Förderung vereinfacht werden sollte.

Letzte Änderung: 25.03.2021Webcode: 0133663