Zweistelliges Minus für Neuzulassungen

[24.10.2018] Bremen. Nach der WLTP-Umstellung ist der Neuwagen-Absatz im September an der Weser wie befürchtet eingebrochen. 1.341 Fahrzeuge bedeuten das schlechteste Ergebnis seit der Jahrtausendwende. Der Rückgang liegt bei 22,1 Prozent und damit rund acht Prozentpunkte besser als im Bundesdurchschnitt. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zu den aktuellen KBA-Länderzahlen:  "Die rote Phase bei den Neuzulassungen ist nicht vorbei. Einigen Herstellern fehlt noch immer die Zulassung für einzelne Motoren."

Das September-Ergebnis gliedere sich in 853 (Vorjahr: 1.006) neue Benziner und 388 (Vorjahr: 627) neue Diesel-Pkw.  Hinzu kämen wie im Vorjahr sieben Elektro- und 91 (Vorjahr: 75) Hybrid-Pkw sowie zwei (Vorjahr: 6) gasbetriebene Neuwagen. Der Rückgang bei den neuen Diesel-Pkw um 38,1 Prozent sei "ein schmerzhafter Einschnitt".

In der Neun-Monats-Bilanz liege der Pkw-Markt an der Weser mit 15.637 Neuzulassungen mit einem Rückgang von 12,2 Prozent unter dem Vorjahr. Im Zwischenergebnis spiegele sich das Diesel-Desaster deutlich wider. Während Benziner zwei Prozent zugelegt hätten, habe der Diesel Verluste von 33,5 Prozent verbucht. Dies seien 9.404 Benziner und 5.293 Diesel. Die Dieselquote liegt den Angaben Bleys zufolge bei 33,9 (Vorjahr: 44,7) Prozent.

Seit 1. September dürfen, wie Bley berichtete, nur noch Autos neu zugelassen werden, die den Prüfstandard WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) durchlaufen haben. Die neuen, gründlicheren Tests hätten dazu geführt, dass noch nicht alle Modelle die Genehmigung für eine Neuzulassung besitzen.  Die Sondereffekte für den Neuzulassungs-markt dauern nach Bleys Einschätzung noch weiter an. Die Branche stelle aber unverändert eine große Verunsicherung der Kunden, aktuell zusätzlich auch durch die politischen Rahmenbedingungen zum sogenannten Diesel-Kompromiss, fest.

Letzte Änderung: 24.10.2018Webcode: 0122021