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Dämpfer für neue Pkw

Großburgwedel. Unerwartete Einbuße im Oktober für den niedersächsischen Neuwagen-Markt. Nach drei starken Monaten stehe ein Rückgang von 1,3 Prozent auf 25.352 (Vorjahr: 25.685) Pkw-Neuzulassungen in der Monatsbilanz, obwohl die Elektromobilität mit hohen zwei und dreistelligen Steigerungen glänzte. Zweistellige Verluste habe es für die Verbrenner gegeben, sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen.

Der KBA-Oktober-Bilanz zufolge seien die E-Pkw um 80,5 Prozent gestiegen. Dies entspreche 9.370 (Vorjahr: 5.191) Neuzulassungen für vollelektrische Pkw (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV). Im Ranking der Antriebsarten läge der Benziner trotz der Einbuße von 34,4 Prozent mit 6.943 (Vorjahr: 10.590) Zulassungen noch vor den vollelektrischen Neuwagen (BEV), die eine Zunahme von 62,9 Prozent auf 5.972 Verkäufe bilanzierten.

Neue Diesel hätten um 23,2 Prozent auf 3.653 Neuzulassungen verloren und Plug-in-Hybride hätten eine Steigerung von 122,8 Prozent auf 3.398 Zulassungen erreicht. Gas-Pkw hätten um rund ein Fünftel des Vorjahresergebnisses eingebüßt. Sie stünden mit 93 (Vorjahr: 118) Zulassungen in der Statistik.

Mit Verweis auf das positive Jahreszwischenergebnis von 249.283 (Vorjahr: 236.246) Pkw-Neuzulassungen sagte Bley, die Marktdaten Oktober seien vor allem durch eine starke private Nachfrage und Pluszahlen der Vermieter entstanden. Dennoch bleibe der „Rucksack von Hausaufgaben“ für die Politik groß, um den Hochlauf der Elektromobilität zu erreichen. Günstiger Ladestrom sei der wichtigste und nachhaltigste Anreiz für die Elektromobilität.