Bremen. Der Gebrauchtwagenmarkt an der Weser liegt am Boden: Minus 15 Prozent bei einem durchschnittlichen bundesweiten Rückgang von 3,5 Prozent verdeutlicht die automobile Schwäche. Die Februar-Bilanz hatte einen grünen Punkt: vollelektrische Gebrauchte, die mit plus 10,2 Prozent abschlossen. Alle anderen Antriebsarten schrieben rote Zahlen. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, über dem kommenden Auto-Frühling stehe ein großes Fragezeichen.
Insgesamt habe es im Februar 3.269 (Vorjahr: 3.847) Pkw-Besitzumschreibungen gegeben. Die Februar-Bilanz im Detail: Benziner 1.836 (Vorjahr: 2.130), Diesel 971 (Vorjahr: 1.195), vollelektrische Gebrauchte (BEV) 97 (Vorjahr: 88), Plug-in-Hybride (PHEV) 88 (Vorjahr: 101), Hybride ohne Stecker 245 (Vorjahr: 296) und Gas-Gebrauchte 32 (Vorjahr: 37) Besitzumschreibungen. Auffällig sei, das Hybride ohne Stecker mehr Halterwechsel verbuchten als die Modelle der E-Mobilität.
Die Zwischenbilanz nach zwei Monaten zeige die Schwäche des bremischen Auto-Marktes. Verluste von 16,2 Prozent auf 7.010 (Vorjahr: 8.369) Pkw-Besitzumschreibungen stünden im Ergebnis für Januar und Februar.
Bley sagte abschließend mit Blick auf die explodierenden Kraftstoffpreise, die „ohnehin schwache private Nachfrage wird weiter gedämpft“. Über dem für die Branche wichtigen Auto-Frühling stehe ein großes Fragezeichen in einem deutlich unter den Ergebnissen der Vorjahre liegenden Markt.