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Gebrauchte fast mit Vollbremsung

Großburgwedel. Der Jahresauftakt im niedersächsischen Gebrauchtwagenmarkt ist mit einem zweistelligen Minus für die gebrauchten Pkw im Januar kräftig misslungen. „Das ist fast eine Vollbremsung“, sagte Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen. 53.753 (Vorjahr: 61.556) Pkw-Besitzumschreibungen seien ein Minus von 12,7 Prozent und eine Einbuße von fast 8.000 Einheiten.

Als Stabilisator der Monatsstatistik habe sich einmal mehr die Elektromobilität erwiesen, die die Verluste der Verbrenner aber nicht ausgleichen konnte. Wie bei den Neuzulassungen habe sich das Tempo der E-Nachfrage allerdings spürbar verlangsamt.

Benziner hätten der KBA-Länderbilanz zufolge 15,8 Prozent auf 28.805 (Vorjahr: 34.211) Halterwechsel verloren. Auch die Diesel-Marktdaten seien rot: Minus 16,5 Prozent auf 16.554 (Vorjahr: 19.815) Umschreibungen zeige die Januar-Bilanz.

Dem gegenüber stünden „zwei grüne Antriebsarten“. Vollelektrische Gebauchte (BEV) seien mit plus 36,2 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Dies seien 2.587 (Vorjahr: 1.900) Halterwechsel. Hybride ohne Stecker bilanzierten mit 3.960 (Vorjahr: 3.642) Halterwechsel eine im Vergleich schwache Zunahme. „In die Miesen“ seien Plug-in-Hybride (PHEV) mit lediglich 1.413 (Vorjahr: 1.469) Halterwechsel gefahren.

Bley sagte, diese Marktdaten spiegelten die allgemeine Kaufzurückhaltung wider. Auch die frostigen Januartage seien ein Grund für das Januar-Ergebnis. Die Branche hoffe mit Blick auf den spätestens im März beginnenden Autofrühling auf eine Belebung der Nachfrage.