Großburgwedel. Viermal rot, zweimal grün: der niedersächsische Gebrauchtwagenmarkt hat sich im Juni nach einem schwachen Jahresverlauf spürbar erholt. 61.303 (Vorjahr: 59.045) Pkw-Besitzumschreibungen sind ein Plus von 3,8 Prozent, das indes nicht stark genug war, um das Jahreszwischenergebnis auszugleichen. Nach sechs Monaten, berichtete Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, stehe in der KBA-Länderstatistik eine Einbuße von 2,8 Prozent. Dies entspreche 350.370 Halterwechseln.
Sehr stark im Fokus auf dem Gebrauchtwagenmarkt seien weiterhin Verbrenner mit einem Anteil von 82 Prozent – 6,0 Prozent aller Besitzumschreibungen zählten zu den BEV, 3,2 Prozent zu den PHEV. Das Interesse an gebrauchten BEV steige stetig an. Im Vergleich zum Neuwagenmarkt sei das Niveau der E-Gebrauchten, die ohne Förderung seien, gering.
Auch im Jahreszwischenergebnis dominiere trotz Einbußen der Verbrenner. 285.737 (Vorjahr: 311.679) Umschreibungen seien ein Anteil von 81,6 (Vorjahr: 86,5) Prozent. Dem stehe die Elektromobilität gegenüber mit einem Anteil an allen Besitzumschreibungen von 9,8 (Vorjahr: 6,0) Prozent. 34.436 (Vorjahr: 21.635) BEV und PHEV stünden in der KBA-Länderbilanz für Niedersachsen. Auffällig in der Zwischenbilanz sei die starke Aufholjagd für vollelektrische Pkw mit einem Plus von 90,8 Prozent.
Die Juni-Gebrauchtwagenbilanz im Detail: 31.562 (Vorjahr: 31.814) Benziner, 18.733 (Vorjahr: 18.955) Diesel, 3.667 (Vorjahr: 2.259) vollelektrische Gebrauchte (BEV), 1.983 (Vorjahr: 1.585) Plug-in-Hybride (PHEV), 4.903 (Vorjahr: 3.932) Hybride ohne Stecker, 350 (Vorjahr: 396) Autogas- (LPG), 93 (Vorjahr: 95) Erdgas-Pkw (CNG).
Die Halbjahres-Ergebnisse nach Antrieben: Benzin 182.790 (Vorjahr: 196.847), Diesel 102.947 (Vorjahr: 114.832), BEV 23.622 (Vorjahr: 12.381). PHEV 10.814 (Vorjahr: 9.254), Hybride ohne Stecker 27.355 (Vorjahr: 23.857), Autogas 2.196 (Vorjahr: 2.455), Erdgas 598 (Vorjahr: 622).