Großburgwedel. Der niedersächsische Gebrauchtwagenmarkt kommt nicht recht aus dem Startblock. Mit Ausnahme der März-Zahlen weist das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zum dritten Mal in diesem Autojahr einen Rückgang der Besitzumschreibungen aus. Konkret wechselten im April 60.836 Pkw den Halter. Das waren mit minus 0,9 Prozent deutlich weniger als im bundesweiten Durchschnitt mit einem Rückgang von 2,8 Prozent.
Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte nach vier Monaten hätten damit 236.361 Pkw einen neuen Besitzer gefunden. Das seien 2,6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bley sagte, das könne neben der allgemein geringen Konsumlaune auch daran liegen, dass die Gebrauchtwagenpreise sachte, aber stetig anzögen. Vor allem gebrauchte Hybrid- und BEV hätten sich zuletzt deutlich verteuert.
Bei den Antriebsarten schlage sich die deutlich gestiegene Nachfrage nach gebrauchten E-Modellen nieder. Während die Verbrenner im Anteil auf 78,7 (Vorjahr: 86,3) Prozent einbüßten, seien die E-Pkw mit 12,9 (Vorjahr: 6,0) Prozent „auf der Fahrt nach oben“. Vollelektrische Gebrauchte (BEV) hätten im April mit plus 180,9 Prozent den höchsten Jahreswert erreicht. Dies seien 5.814 (Vorjahr: 2.070) Halterwechsel. Plug-in-Hybride wiesen 2.020 (Vorjahr: 1.589) Umschreibungen aus.
Bley sagte abschließend, die Anteile der Antriebsarten würden sich auch in den kommenden Monaten zugunsten der Elektromobilität verändert. Es bleibe aber ein weiter Weg, um die Verbrenner als die Lieblings-Antriebsart der niedersächsischen Gebrauchtwagenkunden vom Platz 1 im Ranking der Antriebe zu verdrängen.