Bremen. Der Automobilmarkt an der Weser biegt auf die Zielgerade ein. Bei den Gebrauchtwagen wird er sich bis Jahresende leicht über dem Vorjahresniveau bewegen, obgleich das Minus von vier Prozent im November auf 3.665 (Vorjahr: 3.819) Pkw-Besitzumschreibungen unerwartet deutliche Bremsspuren hinterlassen habe. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, das Auf und Ab der monatlichen Bilanzen setze sich zum Jahresende fort. Dem Gebrauchtwagenmarkt habe die Stabilität gefehlt.
Ursächlich für die Einbußen seien die Minuszahlen für Benziner, Diesel und Gas-Gebrauchte. Die Elektromobilität habe ihre dynamische Entwicklung auf niedrigem Niveau fortgesetzt. Die KBA-Länderbilanz melde für die Antriebe: Benziner 2.067 (Vorjahr: 2.205), Diesel 1.097 (Vorjahr: 1.196), batterieelektrische Gebrauchte (BEV) 111 (Vorjahr: 74), Plug-in-Hybride (PHEV) 84 (Vorjahr: 70), Autogas 17 (Vorjahr: 23) und Erdgas wie im Vorjahresmonat mit 4 Halterwechsel.
Bley sagte, der Gebrauchtwagenmarkt sei mitentscheidet darüber, ob E-Mobilität in der Mitte der Gesellschaft ankomme. Hier nämlich kauften Familien, hier kauften Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Daher sei die Konzentration der staatlichen Förderung ab 2026 auf die neuen Fahrzeuge der falsche Weg. Gebrauchte E-Pkw müssten ebenso zeitnah gefördert werden. Die Mobilitätswende sei mit geförderten Neuwagen allein nicht zu schaffen.
Die mit plus 0,6 Prozent auf 43.848 (Vorjahr: 43.605) Umschreibungen gestiegene Jahreszwischenbilanz zeige das Wachstum der E-Mobilität auf unverändert niedrigem Niveau. 1.932 (Vorjahr: 1.489) E-Pkw (BEV und PHEV) stünden in der KBA-Länderbilanz nach elf Monaten. Unverändert sei trotz aller Verluste der Verbrenner die beliebteste Antriebsart an der Weser. 38.361 (Vorjahr: 39.062) Benziner und Diesel bildeten einen Anteil von 87,5 (Vorjahr: 89,6) Prozent.