Gebrauchte Pkw mit kleiner Delle
Großburgwedel. Der niedersächsische Gebrauchtwagenmarkt hat im Juli zum Start in die „zweite Halbzeit des Autojahres“ eine kleine konjunkturelle Delle erlebt. Nach dem Plus von fast 4 Prozent im Juni rutschte der für den Automobilhandel wichtige Markt in die roten Zahlen. Minus 1,3 Prozent auf 62.389 (Vorjahr: 63.217) Pkw-Besitzumschreibungen sind ein Verlust von 828 Halterwechseln. Auch in der Jahreszwischenbilanz steht mit minus 2,5 Prozent auf 412.759 (Vorjahr: 423.534) Umschreibungen eine „rote Zahl in der KBA-Länderstatistik für Niedersachsen“.
Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, im Vergleich zum Neuwagenmarkt mit plus 73,0 Prozent sei die Steigerung für die vollelektrischen Pkw (BEV) auf dem Gebrauchtwagenmarkt mit 36,7 Prozent mager. Man könne vermuten, dass sich das Käuferinteresse für E-Pkw auf den staatlich geförderten Neuwagenmarkt verschiebe.
Der gestiegene Anteil der Elektromobilität an den Besitzumschreibungen auf 8,4 (Vorjahr: 6,6) Prozent zeige aber die unverändert, wenn auch auf niedrigem Niveau, steigende Nachfrage nach gebrauchten E-Pkw. Dennoch blieben die Verbrenner mit einem Anteil von 82,5 (Vorjahr: 85,7) Prozent die marktbeherrschende Antriebsart, obgleich es im Juli erneut Einbußen für Diesel und Benziner gegeben habe.
Die Juli-Gebrauchtwagenbilanz im Detail: 32.675 (Vorjahr: 34.226) Benziner, 18.775 (Vorjahr: 19.936) Diesel, 3.383 (Vorjahr: 2.474) vollelektrische Gebrauchte (BEV), 1.883 (Vorjahr: 1.694) Plug-in-Hybride (PHEV), 5.174 (Vorjahr: 4.553) Hybride ohne Stecker, 381 (Vorjahr: 417) Autogas- (LPG), 109 (Vorjahr: 103) Erdgas-Pkw (CNG).