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Gebrauchte Pkw noch leicht im Plus

Großburgwedel. Der Gebrauchtwagenmarkt in Niedersachsen ist nach elf Monaten noch leicht im Plus. 661.095 (Vorjahr: 656.747) Pkw-Besitzumschreibungen meldet die KBA-Länderbilanz, nachdem der November mit minus 4,3 Prozent auf 56.248 (Vorjahr: 58.785) Halterwechsel unerwartet Einbußen hinnehmen musste. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, das Auf und Ab der monatlichen Bilanzen setze sich zum Jahresende fort.

Der November habe dasselbe Bild für die Antriebsarten gezeigt: Verbrenner im Minus, Elektro im Plus. Die Monatsbilanz im Einzelnen: Benziner 30.572 (Vorjahr: 32.740) Diesel 17.110 (Vorjahr: 18.647), batterieelektrische Pkw (BEV) 2.598 (Vorjahr: 1.926), Plug-in-Hybride (PHEV) 1.524 (Vorjahr: 1.388), Autogas 415 (Vorjahr: 409), Erdgas 81 (Vorjahr: 119). Hybride ohne Stecker komplettierten die Statistik mit 3.938 (Vorjahr: 3.548) Umschreibungen.

Bley sagte, der Gebrauchtwagenmarkt sei mitentscheidet darüber, ob E-Mobilität in der Mitte der Gesellschaft ankomme. Hier nämlich kauften Familien, hier kauften Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Daher sei die Konzentration der staatlichen Förderung ab 2026 auf die neuen Fahrzeuge der falsche Weg. Gebrauchte E-Pkw müssten ebenso zeitnah gefördert werden. Die Mobilitätswende sei mit geförderten Neuwagen allein nicht zu schaffen.

Die mit plus 0,7 Prozent gestiegene Jahreszwischenbilanz zeige das Wachstum der E-Mobilität auf unverändert niedrigem Niveau. 42.576 (Vorjahr: 31.442) E-Pkw (BEV und PHEV) stünden in der KBA-Länderbilanz nach elf Monaten. Unverändert sei trotz aller Verluste der Verbrenner die beliebteste Antriebsart in Niedersachsen. 567.768 (Vorjahr: 583.534) Benziner und Diesel bildeten einen Anteil von 85,9 (Vorjahr: 88,9) Prozent.

Bley sagte abschließend, wichtig wäre neben der staatlichen Förderung die Stromkosten-Komponente zu berücksichtigen. Laden müsse bezahlbar sein und im Idealfall spürbar günstiger als das Tanken von Kraftstoff. Der E-Gebrauchtwagenmarkt benötige ein „nachhaltiges Paket mit verschiedenen Fördermaßnahmen“.