Bremen. Nach der Erholung im März ist der Gebrauchtwagenmarkt an der Weser dem allgemeinen Trend folgend in die roten Zahlen gefahren. 3.888 (Vorjahr: 3.981) Pkw-Besitzumschreibungen seien zwar um 0,5 Prozent besser als der bundesweite Durchschnitt, doch in der Zwischenbilanz nach vier Monaten stehe eine Einbuße von 6,6 (Bund: 1,9) Prozent. Dies entspricht 15.341 (Vorjahr: 16.423) Pkw-Besitzumschreibungen.
Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zur KBA-Länderstatistik, der Rückgang von 2,3 Prozent sei auch darauf zurückzuführen, dass die Preise leicht angezogen hätten. Dies betreffe vor allem E-Modelle, die im April zum Teil dreistellig zugelegt hätten.
Vollelektrische gebrauchte Pkw (BEV) wiesen ein Plus von 103,7 Prozent aus, Plug-in-Hybride (PHEV) hätten eine Zunahme von 31 Prozent erreicht. Dies entspreche 165 (Vorjahr: 81) BEV und 110 (Vorjahr: 84) PHEV. Bley verwies darauf, dass die Anteile der Antriebsarten sich spürbar zugunsten der Elektromobilität verschoben hätten. Verbrenner bilanzierten einen Anteil im April von 84,2 (Vorjahr: 88,0) Prozent und die beiden E-Modelle hätten sich von 4,1 auf 7,1 Prozent Anteil verbessert.
Bley sagte abschließend, für die E-Mobilität sei es trotz der starken Ergebnisse noch ein weiter Weg, denn der Gebrauchtwagenmarkt als Ort für die „bezahlbare individuelle Mobilität“ werde „noch viele Jahre von den beiden Verbrennern“ bestimmt. Man sollte nicht vergessen, dass beispielsweise die hohen dreistelligen Pluszahlen auf einem unverändert niedrigen Niveau erfolgten.