Neuwagenmarkt bleibt schwach

Bremen. Bittere Juni-Bilanz für den Pkw-Markt an der Weser und kaum Hoffnungen auf eine durchgreifende Besserung. Mit 1.395 (Vorjahr: 1.879) Pkw Neuzulassungen wurde das zweithöchste Minus des Jahres registriert. Auch die Halbjahresbilanz sei mit einer Einbuße von 16,4 Prozent „tiefrot“. „Die Lage auf dem Markt bleibt angespannt“, sagte dann auch Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen.

Die Juni-Länderstatistik des KBA weise 292 (Vorjahr: 745) Benziner und 236 (Vorjahr: 407) Diesel aus. Das seien rund 630 Verbrenner-Neuzulassungen weniger als im Juni 2024. Der Verbrenner-Anteil an den Juni-Zulassungen habe noch einen Anteil von 37,7 (Vorjahr: 61,3) Prozent. Mit einem kleinen Plus von 1,6 Prozent auf 393 (Vorjahr: 387) Zulassungen stünden Hybride ohne Stecker in der Monatsbilanz.

Auch die Elektromobilität bleibe hinter „allen Erwartungen". 281 (Vorjahr: 229) erstmals zugelassene Stromer seien eine Steigerung von 22,7 Prozent. Plug-in-Hybride seien der „Prozent-Spitzenreiter im Juni" mit einem Plus von 77,4 Prozent auf 188 (Vorjahr: 106) Neuzulassungen. 

Juni- und Halbjahresbilanz bewiesen, dass die bisherigen Maßnahmen der neuen Bundesregierung hinter den Erwartungen zurückblieben. Sie reichten nicht aus, um den Wandel auch in der Breite auf die Straße zu bringen, vor allem die private E-Nachfrage zu stärken, sagte Bley.

Hohe zweistellige Rückgänge zeige auch die Halbjahresbilanz für Benziner und Diesel mit minus 48,8 und 24,3 Prozent. Die E-Pkw (BEV und PHEV) hätten mit Pluszahlen von 32 und 54 Prozent den Markt nicht nachhaltig beleben können. 7.915 (Vorjahr: 9.471) Pkw-Neuzulassungen stünden in der Halbjahresbilanz.