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Pkw-Bilanz lebt von starker E-Nachfrage

Großburgwedel. Der niedersächsische Neuwagenmarkt hat im Februar von einer starken Nachfrage nach E-Pkw profitiert, auch wenn das Volumen der Sondereffekte stark gestiegen ist. Im Vormonat explodierender Preise an den Tankstellen erholte sich der Markt mit einem Minus von 0,9 Prozent leicht. 22.151 (Vorjahr: 22.351) Pkw-Neuzulassungen meldete das KBA in der Länderbilanz. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte, die Verunsicherung nehme wegen der allgemein schwierigen Lage zu. Hinter dem Autofrühling stehe ein Fragezeichen.

Mit Eigenzulassungen seien vor allem Vermieter und Hersteller aktiv gewesen. Auch die private Nachfrage nach E-Modellen sei hoch. Dies habe in einer Steigerung der E-Mobilität von 22,4 Prozent gemündet, während Verbrenner erneut zweistellig einbüßten. Das Minus betrage 17,8 Prozent.

Die Februar-Bilanz weise 5.552 (Vorjahr: 6.671) Benziner, 3.680 (Vorjahr: 4.557) Diesel, 5.494 (Vorjahr: 4.849) vollelektrische Pkw, 2.694 (Vorjahr: 1.841) Plug-in-Hybride, 4.677 (Vorjahr: 4.347) Hybride ohne Stecker und 53 (Vorjahr: 86) Gas-Neuwagen aus. Für die beiden ersten Monate des Autojahres 2026 stünden 44.369 Neuzulassungen in der Bilanz, eine Einbuße von 2,0 Prozent.

Das automobile Frühjahrsluft entstehen könne, belegten die Auftragseingänge. Nach VDA-Daten habe es im Februar ein Plus von 13 Prozent gegeben. Diese vorsichtig aufkeimende Zuversicht werde aber nachhaltig durch explodierende Preise an den Tankstellen gestört. Für die meisten Menschen sei Autofahren kein Luxus, sondern Alltag. Der Weg zur Arbeit, der Einkauf, der Besuch bei den Enkeln - all das hänge oft am eigenen Auto. Wenn der Spritpreis explodiert, treffe das besonders diejenigen mit hoher Preissensibilität oder schmalem Geldbeutel.