Bremen. Hoffnungsschimmer für den Pkw-Markt an der Weser: Plus 36,6 Prozent auf 1.567 (Vorjahr: 1.147) im Dezember waren einerseits ein starker Jahresendspurt, der andererseits aber die Einbußen im Jahr 2025 nur leicht mildern konnte. Die Jahresbilanz weise mit minus 12,9 Prozent einen unerwartet hohen Verlust aus. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zu den KBA-Länderdaten, 16.140 (Vorjahr: 18.531) Pkw-Neuzulassungen seien ein enttäuschendes Jahresergebnis.
Die Dezemberbilanz 2025 im Detail nach Antriebsarten: Benziner 309 (Vorjahr: 334), Diesel 149 (Vorjahr: 156). Elektro zusammen 576 (Vorjahr: 280), davon vollelektrische Pkw (BEV) 354 (Vorjahr: 155), Plug-in-Hybride (PHEV) 222 (Vorjahr: 125), Hybrid ohne Stecker 524 (Vorjahr: 371), Autogas (LPG) 8 (Vorjahr: 6), Erdgas (CNG) 0 (Vorjahr: 0).
Die Jahresbilanz 2025: Benziner 3.350 (Vorjahr: 5.722), Diesel 2.489 (Vorjahr: 3.384), Elektro zusammen 5.542 (Vorjahr: 3.800), davon vollelektrische Pkw (BEV) 3.264 (Vorjahr:2.302), Plug-in-Hybride (PHEV) 2.278 (Vorjahr: 1.498). Hybrid ohne Stecker 4.702 (Vorjahr: 5.551). Autogas (LPG) 55 (Vorjahr: 74), Erdgas (CNG) 0 (Vorjahr: 0).
Zur Lage an der Weser sagte Bley weiter, drei positive Monate seien Beweis einer fehlenden Nachfrage in einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und einem veränderten Konsumverhalten. Einzig die Elektromobilität habe mit Pluszahlen im Dezember (128,4 Prozent) für vollelektrische neuen Pkw (BEV) und plus 77,6 Prozent für Plug-in-Hybride (PHEV) die wachsenden Herausforderungen bewältigt.
Weiterhin auf Talfahrt „blieben und bleiben“ beide Verbrenner-Arten. Benziner büßten im Dezember 7,5 Prozent und im Jahr 41,5 Prozent ein. Auch Diesel hätten „rot“ bilanziert: Im Dezember 4,5 Prozent und im Jahresergebnis mit 26,5 Prozent unter den Vorjahresdaten. Im Segment der alternativen Antriebe weise der Dezember 8 (Vorjahr 6) Autogas-Antriebe aus. Erdgas habe sich als Antriebsform vom Neuwagenmarkt „verabschiedet“.
Mit Blick auf das neue Autojahr sagte Bley, eine fragile Start-Prognose für das neue Jahr basiere auf VDA-Daten, die für Dezember 2025 ein Minus im Auftragseingang von 11 Prozent gemeldet haben. Auch der noch fehlende Starttermin für die neue Kaufprämie für E-Fahrzeuge sei mit Blick auf den für die Branche wichtigen Auto-Frühling belastend. Bei dieser Förderung müsse berücksichtigt werden, dass die neue Kaufprämie lediglich ein Drittel des Marktes erfasse.