Bremen. Der Pkw-Markt an der Weser hat im Februar den zweiten Abstieg im neuen Jahr erlebt. Damit setzte sich der negative Trend des Vorjahres fort. Minus 17,4 Prozent auf noch 1.056 (Vorjahr: 1.279) Pkw-Neuzulassungen sind ein schwaches Monatsergebnis. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zu den KBA-Länderdaten, alle Antriebsarten schrieben rote Zahlen.
Während die E-Mobilität, auch durch den Einfluss von Sondereffekten, bundesweit Steigerungen verbuchte, habe Bremen mit minus 14 Prozent bilanziert. 380 (Vorjahr: 442) Stromer (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) habe die Monats-Bilanz ausgewiesen. Ebenso verzeichneten die beliebten Hybride ohne Stecker einen Rückgang von 17 Prozent auf 263 (Vorjahr: 317) Neuzulassungen.
Die beiden Verbrenner, Benziner und Diesel, hätten rund ein Fünftel der Neuzulassungen eingebüßt. Die Monatsbilanz Februar zeige 233 (Vorjahr: 257) Benziner und 179 (Vorjahr: 260) Diesel. Die Nachfrage nach neuen Diesel-Pkw sei um nahezu ein Drittel eingebrochen. Auch die Bilanz für die ersten beiden Monate des Autojahres 2026 sei in der Farbe Rot geschrieben worden: Minus 15,8 Prozent auf 2.184 Pkw-Neuzulassungen.
Bley sagte, der Blick auf den Autofrühling sei vor allem „ein Blick auf die Preise an den Tankstellen“. Bisher habe man noch „normale Preise“ erlebt, sagte er rückblickend auf die Monate Januar und Februar. Auch die Steigerung der Auftragseingänge im Februar mit plus 13 Prozent nach VDA-Daten habe nur einen „begrenzten Wert“. Die Branche schaue mit wachsender Sorge auf die weiteren Entwicklungen im „Sog der weltpolitischen Auseinandersetzungen“.