Großburgwedel. Die Zeit immer größerer Absatzzahlen für Reisemobile scheint vorbei zu sein. Im ersten Halbjahr stiegen die Neuzulassungen leicht um 1,0 Prozent, gebrauchte Freizeitmobile registrieren dagegen mit minus 3,6 Prozent einen deutlichen Dämpfer. Insgesamt bilanzierten die Reisemobile im ersten Halbjahr mit Minus 1,8 Prozent 11.848 (Vorjahr: 12.067) Einheiten. Neue und gebrauchte Wohnwagen bilanzierten 6.289 (Vorjahr: 6.653) Neuzulassungen und Umschreibungen.
Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zu den KBA-Länderzahlen, die Verkaufszahlen der Reisemobile reichten im ersten Halbjahr über die Ergebnisse der beiden Vorjahre. Von Januar bis Juni seien 4.732 (Vorjahr: 4.684) Reisemobile neu auf die Straßen in Niedersachsen gekommen. Im Gegensatz zu deutlich schlechteren zweiten Quartalen im Bund habe der Markt in Niedersachsen mit prozentualen Anteilen von 49,1 und 50,9 nahezu gleichwertig geendet.
Gebrauchte Reisemobile hätten „Federn lassen müssen“. Minus 3,6 Prozent auf 7.116 (Vorjahr: 7.383) Umschreibungen sei auf ein schwaches erstes Quartal mit einem Anteil von 42,7 Prozent zurückzuführen.
Sorgenkind der Branche bleibe weiterhin das Caravan-Segment. Der Absatz dieser Mobile sei seit Jahren rückläufig – und im ersten Halbjahr 2026 nochmals gefallen. Dass die Zahlen nicht deutlicher fielen, habe nicht zuletzt an einem starken Juni-Ergebnis mit 299 (Vorjahr: 227) Neuanmeldungen gelegen. 1.395 (Vorjahr: 1.394) Neuzulassungen spiegelten “eine entspannte Marktlage im ersten Halbjahr wider“.
Der Markt für gebrauchte Wohnwagen habe in der Halbjahresbilanz nach schwachem Start mit Minuszahlen in den ersten beiden Monaten und in April und Mai im zweiten Quartal kräftig zugelegt. 4.894 (Vorjahr: 5.228) Halterwechsel in den ersten sechs Monaten blieben mit Minus 6,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.