Stabiler Pkw-Markt dank Elektro-Prämie
Bremen. Der Start in die zweite Halbzeit des Autojahres 2026 verlief an der Weser insgesamt stabil. Die Antriebsarten zeigten das Bild der vergangenen Monate mit hohen Pluszahlen für E-Antriebe und ebenso hohen Verlusten für die Verbrenner. 1.453 (Vorjahr: 1.431) Pkw-Neuzulassungen seien ein Plus von 1,5 Prozent, was auch den bundesweiten Zunahmen von 1,2 Prozent entspreche.
Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte zur KBA-Länderbilanz, die staatliche Förderung der Elektromobilität komme an der Weser an. 68,4 Prozent plus für die vollelektrischen Pkw (BEV) und 11,7 Prozent plus für die Plug-in-Hybride (PHEV) zeigten den „geförderten Hochlauf der Elektromobilität“. Die E-Mobilität habe sich in der breiten Gesellschaft etabliert. Bley verwies darauf, dass die deutschen Hersteller vor allem wegen des eingeschränkten Produktangebots weniger von der Prämie profitierten als die internationalen Hersteller.
Während die beiden E-Antriebe in der Juli-Bilanz mit plus 44,4 Prozent glänzten, rutschten die beiden Verbrenner mit minus 18,5 Prozent weiter ab. Vor allem die Nachfrage nach neuen Benzinern sei mit einem Verlust von 24,9 Prozent auf 226 (Vorjahr: 301) Zulassungen schwach.
Im Segment der alternativen Antriebe habe es für die beliebten Hybride ohne Stecker einen deutlichen Dämpfer gegeben. 358 (Vorjahr: 444) seien eine Einbuße von fast 20 Prozent. Auch die Autogas-Neuwagen hätten rote Zahlen geschrieben. 9 Neuzulassungen seien ein Minus von zehn Prozent.
Der Pkw-Markt an der Weser blieb in der Jahreszwischenbilanz mit Plus 0,4 (Vormonat: 0,2) Prozent im positiven Bereich. 9.383 (Vorjahr: 9.346) Pkw-Neuzulassungen für die ersten sieben Monate des Autojahres seien „ein kleines Signal auf dem Weg der konjunkturellen Erholung“.